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21.5.2013 : 8:52 : +0200

Die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise

 

Biologisch-Dynamische Landwirtschaft bemüht sich um eine Wirtschaftsweise, die soweit wie möglich Rücksicht auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen nimmt: Dabei versuchen die Landwirte beispielsweise, Stoffkreisläufe möglichst zu schließen (Gedanke des sich entwickelnden "Betriebsorganismus") und betriebseigene Dünge- und Futtermittel zu verwenden ("Futter- und Mistkreislauf"). Durch gezielte Maßnahmen soll die Lebendigkeit im tierischen und pflanzlichen Bereich sowie im Boden angeregt, die Landschaftsvielfalt gesteigert und auf diese Weise hochwertige, den Menschen in seiner physischen und psychischen Befindlichkeit stärkende Lebensmittel erzeugt werden. Dies geschieht beispielsweise durch

 

· standortgerechte Bewirtschaftung,

· Integration von Wiederkäuern,

· eine möglichst weite Fruchtfolge,

· eine art- und wesensgemäße Tierhaltung und -fütterung,

· die Beachtung natürlicher Rhythmen,

· das Bodenleben unterstützende Bodenbearbeitung und Düngung (bis hin zu Kompostwirtschaft) sowie

· die Anwendung der biologisch-dynamischen Präparate.

 

Vor diesem Hintergrund wird versucht, die Lebenskräfte bzw. das Lebendige durch eine organismische Gesamtbetrachtung des Betriebes zu fördern (und weniger durch die Optimierung technischer Einzeldetails). Als Ursache für die gesundheitsfördernde oder hemmende Wirkung von Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit wird neben der Art der Lebensmittelverarbeitung die Art und Weise der Erzeugung - sozusagen die "Gesundheit" des Betriebes - gesehen. Aus diesem Gedanken entwickelten sich verschiedene Initiativen, wie z. B. die biologisch-dynamische Züchtung (als praktische Alternative zur Grünen Gentechnik) und spezielle Ausbildungsangebote.

Aber auch im sozialen und wirtschaftlichen Leben werden seit langem kooperative Konzepte erprobt und gelebt, wie z. B. Betriebsgemeinschaften oder die Integration behinderter Menschen. Jedem Landwirt oder (Haus-) Gärtner steht die Möglichkeit offen, sich mit der biologisch-dynamischen Methode auseinander zu setzen.

 

Darüber hinaus wird in der Bewegung angestrebt, durch innere Schulung und Kontemplation die Bedürfnisse und Fähigkeiten der menschlichen Seele/Psyche als eine spirituelle Komponente in die Arbeit mit einzubeziehen ("spirituelle Landwirtschaft"). Der Landwirt soll in die Lage versetzt werden, den Betrieb auch auf der Ebene "feinerer" Wirksamkeiten und Prozesse zu gestalten. Dies begründet sich in der Entstehung der Wirtschaftsweise, die auf Anregungen von Rudolf Steiner (Begründer der Anthroposophie) im sogenannten "Landwirtschaftlichen Kurs" zurückgeht - einer Reihe von Vorträgen, die er 1924 vor Landwirten und Interessierten hielt.

 

Die Produkte aus Biologisch-Dynamischer Erzeugung werden unter dem Markenzeichen "Demeter" vertrieben. Demeter ist die älteste Anbauorganisation im Bereich des Ökologischen Landbaus und auf allen Kontinenten in zahlreichen Ländern vertreten.