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8.9.2010 : 15:48 : +0200
Flachsstart   Aussaat  Wachstum  Bestandespflege  Ernte  Verarbeitung  Presse 

Aussaat

Zielsetzung des landwirtschaftlichen Teils des Projektes ist die Praxiseinführung des Flachsanbaus. Deshalb werden alle ackerbaulichen Arbeiten nach betriebüblichen Standards durchgeführt. Die Aussaat erfolgt mit der auf den Betrieben vorhandenen Technik. Es wurden 2005 vier Sorten getestet, wobei auf jedem Betrieb drei Sorten zum Einsatz kamen. Dafür wurden die Schläge in jeweils 3 Teilstücke gegliedert.

 



Tausenkorngewicht und Keimfähigkeit
Sorte    TKG (g)   Keimfähigkeit
Elektra       6,09 86,8 %
Marylin 6,03 92,2 %
Hermes 6,51 97,8 %
Agatha 6,14 95,3 %

Aussaattermin
Sorten Termin
Elektra, Hermes, Marylin   15. - 18.4.
Agatha 23. - 30.4.

Aussaatflächen (in ha)
           Betrieb
Sorten
1 2 3 4 gesamt
Elektra 0,238 0,243 0,277 - 0,758
Marylin 0,264 0,162 - 0,19 0,616
Hermes 0,241 - 0,269 0,191 0,701
Agatha - 0,162 0,186 0,187 0,535
gesamt 0,743 0,567 0,732 0,568 2,61

Aussaatstärke und Feldaufgang

Betrieb 1:


 Sorte

Aussaatstärke

kg/ha

Aussaat

kfK/m²

Keimpflanzen/m²

rel. zu

Aussaat

 Hermes

126

2010

523

26 %

 Marylin

123

2179

621

28 %

 Elektra

149

1954

467

24 %


Betrieb 2


 Sorte

Aussaatstärke

kg/ha

Aussaat

kfK/m²

Keimpflanzen/m²

rel. zu

Aussaat

 Agatha

123

1910

1626

85 %

 Elektra

104

1542

1254

81 %

 Marylin

109

1662

1250

75 %


Betrieb 3


 Sorte

Aussaatstärke

kg/ha

Aussaat

kfK/m²

Keimpflanzen/m²

rel. zu

Aussaat

 Elektra

109

1606

1425

89 %

 Hermes

134

2016

1850

92 %

 Agatha

116

1793

1424

86 %


Betrieb 4


 Sorte

Aussaatstärke

kg/ha

Aussaat

kfK/m²

Keimpflanzen/m²

rel. zu

Aussaat

 Agatha

118

1823

1262

69 %

 Marylin

97

1477

1131

77 %

 Hermes

101

1520

871

43 %



Es wurde zwischen den einzelnen Sorten nicht erneut abgedreht. Die starken Unterschiede in der Aussaatstärke lassen sich jedoch nicht nur durch das unterschiedliche TKG begründen, wahrscheinlich spielen auch die Fließeigenschaften des Saatgutes eine Rolle. Als Gründe für den geringen Feldaufgang bei Betrieb 1 werden zu dichtes und feuchtes Saatbett und zu geringe Temperaturen angesehen. Bei Betrieb 4 spielt wahrscheinlich die Saattiefe verbunden mit Vogelfraß eine Rolle. Es wurde versucht, durch eine Modifizierung der Sämaschine eine Breitsaat zu ermöglichen. Bei den Betrieben 2 und 3 kann der Feldaufgang als gut beurteilt werden. Insgesamt lieferte die konventionelle Sätechnik, unabhängig vom Drillabstand, die besten Ergebnisse.


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